Das Kopert

Das Kopert ist der flexible Gebrauchseinband des Mittelalters. Ab dem 14. Jahrhundert wurde sie so gebräuchlich, dass man einen eigenen Namen dafür fand. Dieser geht vom Lateinischen co-operiere (bedecken) aus, Copertum bedeutet im eigentlichen Wortsinn: Das gewöhnliche Mittel zur Bedeckung. Dabei handelt es sich um ein Pergament- oder Papiermanuskript in einem Umschlag aus Leder, Pergament, Textil oder Kombinationen der drei Materialien, in welchen die Lagen mit verschiedenen Hefttechniken appliziert werden. Der rückwärtige Teil des Umschlags kann verlängert sein und einen Überschlag bilden, der sich auf verschiedene Weise verschließen lässt. Eine Sonderform stellen die Umschläge mit Rückenverstärkungen dar, sie dienen der Sicherung und Konservierung der Texte. Heute wieder entdeckt in der Buchrestaurierung, respektive Buchkonservierung.

Diese Art von Büchern werden heute als Gästebuch, Tagebuch, Schreibbuch, zu einem einzigartigen Schmuckstück aus vergangenen Tagen.

Mittels Langstichheftung ist der Buchblock mit dem Pergamentumschlag verbunden. Die Lederstreifen schaffen eine bessere Stabilität und eine optische Auflockerung.

Koptischer Einband

Koptische  Mönche  haben in Ägypten bereits im 3. Jahrhundert n. Chr. Bücher gebunden. Das Buch besteht lediglich aus zwei Holzdeckeln und einem offenem Rücken. Die Lagen werden durch Verschlingen des Heftfadens – der sog. Kettenstichheftung – aneinander gefügt und mit den Deckeln verbunden.  Auf Verleimung wurde bei dieser Bindeart verzichtet.
Diese Bücher sehen nicht nur dekorativ aus , sie haben auch den Vorteil, dass sie ganz flach aufgeschlagen werden können.

DSCN0012Koptischer Einband mit Kleisterpapier

DSCN0167Koptischer Einband mit Holzdeckel